Die Technische Hochschule Deggendorf bietet Ihnen verschiedene Kooperationsmöglichkeiten:
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Monate der intensiven Vorbereitung liegen zurück. Jetzt folgen die Prüfungen am European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Alle 1575 Studierenden sind ihren Lehrplänen gemäß dazu aufgerufen, bei insgesamt 235 Examen in neun Studiengängen ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Der Abnahmezeitraum erstreckt sich über drei Wochen bis 13. Februar.
"Please be quiet. Examination"
Die Prüfungsphase läuft auf Hochtouren. Schilder vor den Hörsälen ermahnen dazu, ruhig zu sein, um die Studierenden nicht zu stören. Hinter den verschlossenen Campus-Türen sowie in der Stadthalle brüten die Prüflinge von fünf Bachelor- und vier Masterstudiengängen über den gestellten Aufgaben. Abgefragt wird das Fachwissen in den übergeordneten ECRI-Bereichen Tourismus, Gesundheit/Digitalisierung, Energie/Technologie und Nachhaltigkeit/Bauen. Dekan Prof. Christian Steckenbauer drückt allen Absolventen die Daumen, sagt aber auch: „Unsere Lehrpläne sind streng, die Prüflinge bekommen nichts geschenkt.“
Da die Studierenden mehr als nur ein Examen ablegen, liegen dem ECRI-Studienzentrum pro Kopf teils rund zehn Anmeldungen vor. Mit 78 Registrierungen stellt der Bachelor-Studiengang „Industrial Engineering“ die größte Einzelprüfung bei „Principles in Business & Economics“, also bei den Grundlagen in Wirtschaft und Betriebswirtschaft.
Prüfungen auch in der Stadthalle
Nicht nur in den Campus-Hörsälen finden die Prüfungen statt. Eine Reihe von Examen wird aus Platzgründen in die geräumige Stadthalle verlegt. So brauchen die Tests nicht auf mehrere Räume verteilt werden. Für alle gilt: Das Verwenden von elektronischen Geräten wie Handys ist während des Examens nicht gestattet. Erstmals wird überprüft, dass keine Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommt.
Wie immer stehen die schriftlichen Prüfungen im Mittelpunkt. Aber auch mündliche Examen sowie die fristgerechte Abgabe von Seminararbeiten (research papers) zählen zu den erhobenen Anforderungen. „Die Vorgaben für die Prüfungen sind streng“, bestätigt Birgit Espertshuber, Referatsleiterin am ECRI-Studienzentrum. Werden Fristen wiederholt überschritten, führt das ihr zufolge zur Exmatrikulation.
Notenbekanntgabe im März
Zu verpflichtenden Wiederholungen kam es bereits vorab, zudem zu den zwingend erforderlichen Sprachprüfungen. Bei allen Examen hoffen Studierende wie Dozierende auf möglichst gute Ergebnisse. Ihre Bekanntgabe erfolgt ab 2. März. Für die fortgeschrittenen Semester stehen jenseits der Prüfungen die Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten an.
Der European Campus Rottal-Inn in Pfarrkirchen ist seit elf Jahren internationaler Studienstandort der TH Deggendorf. Derzeit kommen die Studierenden aus rund 100 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika. „Neben der fachlichen Ausbildung liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Vermitteln von Deutschkenntnissen“, so Prof. Dr. Steckenbauer.
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) und die HAW (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) Kiel gehen eine strategische Kooperation in den Bereichen Forschung und akademische Weiterbildung im Sicherheits- und Verteidigungsumfeld ein. Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau einer leistungsfähigen Nord-Süd-Achse in der Verteidigungsforschung, die sich in technologischen Kompetenzen ergänzt und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft stärkt.
Die Kooperation folgt einer Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung und steht im Geist der länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und dem Land Schleswig-Holstein. Im gegenseitigen Austausch, zuletzt im Rahmen eines Delegationsbesuchs der HAW Kiel an der THD, wurden zahlreiche inhaltliche Schnittmengen identifiziert, die nun systematisch weiterentwickelt werden sollen. Dabei wurde auch der offizielle Kooperationsvertrag von den jeweils für Forschung und Transfer zuständigen Vizepräsidenten – Prof. Dr. Tobias Hochscherf aus Kiel und Prof. Dr. Wolfgang Dorner aus Deggendorf – unterzeichnet.
Komplementäre Stärken für gemeinsame Forschung und Weiterbildung
Beide Hochschulen bringen ausgewiesene Forschungsschwerpunkte ein, die sich ideal ergänzen: Die Deggendorfer Hochschule verfügt über besondere Expertise in den Bereichen Digitale Technologien und deren Anwendung, Nachhaltige Produktion, Energietechnik sowie Smarte Materialien. Die Kieler Hochschule ist insbesondere in den Feldern Maritime Systeme, Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz stark positioniert. „Gerade im Bereich der Landes- und Bündnisverteidigung können wir als forschungsstarke Hochschulen einen wesentlichen Beitrag leisten – etwa durch die Entwicklung sicherheitsrelevanter Technologien, digitaler Lösungen und innovativer Ausbildungskonzepte“, betont Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Vizepräsident Forschung und Transfer an der THD. „Die Zusammenarbeit mit der HAW Kiel ist ein wichtiger Schritt, um unsere Kompetenzen im Bereich Sicherheit und Verteidigung strategisch zu bündeln. Durch die Verbindung maritimer Expertise aus dem Norden mit digitalen und technologischen Stärken aus Bayern schaffen wir eine belastbare Forschungs- und Weiterbildungsachse mit hoher Relevanz für Wirtschaft, Bundeswehr und Gesellschaft“, betont Dorner weiter.
Synergie schaffen und nutzen auf regionaler und nationaler Ebene
In diesem Zuge sind beispielsweise gemeinsame Forschungsprojekte, Vorstöße bei nationalen und europäischen Förderprogrammen und die Stärkung der wissenschaftlichen Weiterbildung durch die strategische Angebotsausweitung berufsbegleitender Studienprogramme der THD über die HAW Kiel im Norden Deutschlands konkrete Zielsetzungen der Zusammenarbeit. Auch die Vernetzung von Wirtschaft und Forschung, insbesondere durch den Aufbau von Kontakten zwischen bayerischen Unternehmen und industriellen Primes im norddeutschen Raum, ist im Rahmen der Kooperation geplant.
Von dem Bündnis profitieren nicht nur beide Hochschulen, sondern auch die jeweiligen Regionen. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Weiterbildung und industriellem Transfer werden Innovationspotenziale gehoben, Fachkräfte gezielt qualifiziert und regionale Wertschöpfungsketten gestärkt.
Ein weiteres zentrales Element der Kooperation ist der persönliche Austausch. Beim Besuch der Delegation der HAW Kiel an der TH Deggendorf standen unter anderem Gespräche mit der Hochschulleitung, Laborbesichtigungen, der Austausch mit Forschenden sowie der Besuch eines regionalen Industriepartners auf dem Programm.
Im Rahmen des gestrigen Neujahrsempfangs am Campus Parsberg-Lupburg der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hat Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat und Mitglied des Landtags, zum Start des Forschungsprojektes „SAAMIR – Submerged Arc Additive Manufacturing for Independent, Resource Efficient Production of Huge Metal Parts“ gratuliert. Die Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft an den Forschungsstandort. Neben Staatsminister Albert Füracker nahmen unter anderem die Bundestagsabgeordnete Frau Susanne Hierl, MdB, Bürgermeister Johann Bauer und Manfred Hauser sowie Vertreter der THD, der OTH Regensburg und des Campus Parsberg-Lupburg teil.
Vorhang auf für SAAMIR und SAARepair
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Forschungsvorhaben „SAAMIR” – Ein Projekt aus Mitteln des EFRE-Step-Programms. Ziel ist die Entwicklung eines ressourceneffizienten, additiven Fertigungsverfahrens zur Herstellung großformatiger Metallbauteile. Der Projektzeitraum erstreckt sich über 36 Monate und wird mit 958.722 Euro gefördert.
„Am Campus Parsberg-Lupburg wird mit modernster additiver Fertigung die Produktion der Zukunft gestaltet – innovativ, nachhaltig und energieeffizient! Als wichtiger Impulsgeber für Forschung, Entwicklung sowie Wirtschaft stärkt der Campus die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie, sichert Arbeitsplätze und fördert damit langfristigen Wohlstand in der Oberpfalz und ganz Bayern. Mit dem Projekt ‚SAAMIR‘ startet hier eine neue zukunftsweisende Initiative ‚Made in Bavaria‘ und stärkt Bayerns Spitzenposition als High-Tech-Standort für Innovation und nachhaltige Wertschöpfung!“, betonte Albert Füracker.
Darüber hinaus sprach Staatsminister Füracker gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Susanne Hierl im Rahmen des Empfangs ihre Glückwünsche zu einem weiteren, am Standort erfolgreich gestarteten Forschungsprojekt aus. „SAARepair“ ging am 1. Januar dieses Jahres an den Start. Hierbei handelt es sich um additives Unterpulverschweißen für die mobile Bauteilreparatur. Die Fördersumme beläuft sich auf 920.000 Euro und die geplante Laufzeit beträgt 18 Monate. Das Projekt wird vom THD-Campus Parsberg-Lupburg gemeinsam mit METROM Mechatronische Maschinen GmbH und M+W Maschinen- und Werkzeugbau GmbH bearbeitet. Ziel dieses Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer mobilen, hybriden Prozesskette zur wirtschaftlichen Reparatur großer, sicherheitsrelevanter Stahlbauteile.
Wie der Campus Parsberg-Lupburg die SAAM-Technologie prägte
Gastgeber der Veranstaltung war Prof. Dr.-Ing. Anton Schmailzl, Wissenschaftlicher Leiter des Forschungscampus. In seiner Begrüßungsrede stellte er das Forschungsgebiet am Campus vor und betonte den Stellenwert von Wertschöpfung in der Produktion. Einerseits soll produktive Wertschöpfungsketten durch Innovationen im Maschinenbau, der Werkstofftechnik und der Digitalisierung wettbewerbsfähiger gemacht werden. Andererseits braucht es neue Wertschöpfungsketten in der Produktion. Am Campus werden insbesondere neue additive Fertigungsprozesse für Großbauteile erforscht. Die Vision ist es, Großbauteile mit mehreren Metern Durchmesser und mehreren Metern Höhe auszudrucken, einfach nach Bedarf. Die Forschenden setzen hierbei auf etablierte Schweißtechnologien, welche zu additiven Fertigungsprozessen umgebaut und zielgerichtet für den Einsatz zur additiven Fertigung erforscht werden. Die SAAM-Technologie ist das Aushängeschild des Campus Parsberg-Lupburg. Der Prozess hinter der einzigartigen Technologie wurde im Rahmen eines Förderprojekts in Parsberg aus der Taufe gehoben. Er basiert auf dem Unterpulverschweißen, ein Verfahren, das seit Jahrzenten im Kraftwerks- und Schiffbau etabliert ist. Metallbauteile können so mit circa 20 Kilogramm pro Stunde ausgedruckt werden. Die erste Forschungsanlage entstand 2024 und basiert auf einer Fräsmaschine. In der Region könne sich eine neue Wertschöpfungskette etablieren: vom Drahthersteller bis Anlagenhersteller über den Anwender bis zum Endkunden. Das Verfahren sei besonders energie- und ressourcenschonend, sodass es für die Wertschöpfung in Deutschland langfristig ein sehr großes Potenzial haben könnte. Der Campus trägt den Innovationsgeist mit den Nachfolge-Projekten „SAAMIR“ und „SAARepair“ weiter in die nächste Runde.