Ab sofort steht unsere neue Hochschul-App myTHD zum Download bereit.
Ob unterwegs, in der Vorlesung oder in der Mensa – die App bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Informationen rund ums Studium und die THD und vereint zahlreiche Funktionen, die den Studienalltag einfacher und übersichtlicher gestalten:
![]()
Der Familienservice der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) lädt am Dienstag, den 16. Juni, um 13 Uhr zu einem einstündigen Onlinevortrag der Reihe für pflegende Angehörige ein. Unter dem Thema „Herausforderung Wundversorgung: So gelingt die Pflege zu Hause“ erklärt Referent Stefan Schönstein von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften, wie Wunden richtig eingeschätzt und versorgt werden können – verständlich, alltagsnah und mit Blick auf typische Herausforderungen.
Die kostenlose Vortragsreihe des Familienservice der THD hat das Ziel, pflegende Angehörige in ihrer anspruchsvollen Rolle zu unterstützen, indem sie praxisnahes Wissen vermittelt und Orientierung bietet. Denn pflegende Angehörige tragen in Deutschland eine große Verantwortung: Sie unterstützen hilfebedürftige Menschen im Alltag, ermöglichen soziale Teilhabe und übernehmen Aufgaben, die sowohl körperlich als auch emotional fordernd sein können. Vieles davon bleibt eine unsichtbare Leistung, die im privaten Umfeld erbracht und in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.
Ergänzend zu den Tipps zur heimischen Wundversorgung steht Daniel Schümann, ebenfalls von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften, anschließend noch für allgemeine Fragen zum Thema Pflege zur Verfügung.
Die Teilnahme am Onlinevortrag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist über den Veranstaltungskalender der THD möglich: https://th-deg.de/veranstaltungen. Bei Fragen zur Veranstaltung steht Anita Reither vom Familienservice gerne unter +49 991 3615-526 telefonisch zur Verfügung.
Forschende und Unternehmensvertretende aus aller Welt fanden sich vergangene Woche an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zur diesjährigen International Computer Auditing Education Association (ICAEA) Fachkonferenz ein. Der Fokus der Konferenz richtete sich auf die Frage, wie Künstliche Intelligenz Wirtschaftsprüfung, Rechnungswesen und betriebliche Kontrollen nachhaltig verändert.
Die vorgestellten Forschungsarbeiten und Praxisbeiträge zeigten eindrucksvoll, dass KI längst nicht mehr nur ein Werkzeug zur Automatisierung einzelner Tätigkeiten ist. Vielmehr entwickelt sich der Umgang mit dieser zu einer strategischen Fähigkeit, die Prüfungsprozesse, Entscheidungsfindung und die Zusammenarbeit von Mensch und Technologie grundlegend verändert. Besonders deutlich wurde dies anhand zahlreicher Vorträge zu generativer KI, Large Language Models (LLMs), Retrieval-Augmented Generation (RAG) und intelligenten Agentensystemen. Diese Technologien würden neue Möglichkeiten eröffnen, große Informationsmengen effizient auszuwerten, relevante Zusammenhänge zu erkennen und Prüfungsprozesse gezielt zu unterstützen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht. Die Qualität der Ergebnisse hängt nach wie vor maßgeblich von den Menschen ab, die diese Systeme entwickeln, einsetzen und kritisch hinterfragen.
Ein zentrales Ergebnis der Konferenz war daher die Erkenntnis, dass die kritische Würdigung von Informationen auch im Zeitalter der KI unverzichtbar bleibt. Technologien und Werkzeuge verändern sich in immer kürzeren Innovationszyklen. Was heute als führende Lösung gilt, kann morgen bereits durch neue Ansätze ersetzt werden. Nachhaltigen Erfolg erzielen deshalb nicht diejenigen Prüfungsgesellschaften, die ausschließlich auf bestimmte Tools setzen, sondern jene, die eine offene, lernbereite und reflektierte Haltung gegenüber technologischen Veränderungen entwickeln. Für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung. Investitionen in KI sollten nicht ausschließlich auf die Einführung neuer Software fokussiert sein. Ebenso wichtig ist der Aufbau von Kompetenzen innerhalb der Organisation. Mitarbeitende müssen lernen, Ergebnisse von KI-Systemen kritisch zu bewerten, Risiken zu erkennen und technologische Möglichkeiten verantwortungsvoll einzusetzen, denn moderne Wirtschaftsprüfung umfasst heute weit mehr als die Analyse finanzieller Kennzahlen. Auch die Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten, die Identifikation potenzieller Greenwashing-Risiken und die Prüfung komplexer Datenlandschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Die ICAEA 2026 in Deggendorf machte deutlich, dass die Zukunft der Wirtschaftsprüfung auf internationaler Ebene technologiegestützt sein und dennoch von menschlicher Intelligenz angetrieben wird. Der Mensch bleibt auch mit KI der entscheidende Faktor. Fachliche Kompetenz, kritisches Denken und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen werden künftig darüber entscheiden, ob neue Technologien echten Mehrwert schaffen. Erfolgreich werden die Organisationen sein, die technologische Innovation mit menschlicher Urteilskraft verbinden und den Wandel aktiv gestalten. Organisiert wurde die Konferenz von den beiden Wirtschaftsinformatik-Professoren Prof. Dr. Andreas Igl und Prof. Dr. Georg Herde.
Rund 40 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fanden sich am Donnerstag, dem 28. Mai, zum Innovationsforum am Campus Kemnath der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) ein – darunter auch THD-Vizepräsidentin Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach der OTH Amberg-Weiden und Kemnather Bürgermeister Roman Schäffler. Prof. Dr. Thomas Meenken stellte im Rahmen des Forums das Silicon Valley Spin-Out Program vor: Ungenutzte Potenziale von Unternehmen sollen sichtbar und marktfähig gemacht werden, damit diese sich an aktuelle Herausforderungen anpassen können.
Welche Schwierigkeiten die Gegenwart für Unternehmen bereithält, erörterte Meenken zu Beginn der Veranstaltung: Marktungewissheit, wachsender Wettbewerbsdruck, Fachkräftemangel und die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz führen in der Wirtschaft zu tiefgreifenden Herausforderungen. „Wir befinden uns nicht mehr in einem linearen Fortschritt, sondern in einem permanenten Quantensprung“, so der Experte für Technology of Scale. Für Unternehmen bedeute das vor allem eines: Wer Innovation nur beobachtet, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.
Silicon Valley Mindset als Vorbild für regionale Unternehmen
Genau hier setzt das neue Silicon Valley Spin-out Program der THD an: Viele Unternehmen verfügen bereits über innovative Technologien, Ideen oder Entwicklungen. Häufig passen diese jedoch nicht in das bestehende Kerngeschäft und bleiben deshalb ungenutzt. Das Programm soll dabei helfen, solche Potenziale sichtbar zu machen und daraus eigenständige Produkte, Geschäftsmodelle oder sogar Unternehmen entstehen zu lassen. Auf diese Weise können neue Lösungen entwickelt und zusätzliche Geschäftsfelder erschlossen werden.
Wie dieser Wandel in der Praxis aussehen kann, präsentierte die Bayreuther Firma Markgraf. „Unsere wirtschaftliche Stabilität zeigt sich nicht in Worten, sondern in unseren Investitionen am Standort“, erklärte Dr. Stefan König, Leiter IT-Anwendungen und Digitalisierung. Aus erster Hand berichtete er von der laufenden Programmteilnahme des Unternehmens und seinen positiven Erfahrungen.
Der Mensch bleibt im Mittelpunkt
Nach einer Pause übernahm Dr. Alois Kastner-Maresch, CEO der LivingLogic AG aus Bayreuth, das Podium. In einer interaktiven Session forderte er die Anwesenden auf, selbst mit einem Chatbot zu interagieren, und zeigte anschließend live, wie gezielte Formulierungen und klare Schlüsselbegriffe die Qualität der KI-Ausgaben erheblich verbessern. Denn bei aller technologischen Dynamik werde der entscheidende Wettbewerbsvorteil künftig nicht allein in der Technologie liegen. „Es geht darum, die Menschen in diesem Prozess nicht zu verlieren“, betonte der Unternehmer. Wer Technologie implementiert, ohne die emotionalen Widerstände und die Überforderung ernst zu nehmen, baue auf sandigem Grund.