Ab sofort steht unsere neue Hochschul-App myTHD zum Download bereit.
Ob unterwegs, in der Vorlesung oder in der Mensa – die App bietet schnellen Zugriff auf alle wichtigen Informationen rund ums Studium und die THD und vereint zahlreiche Funktionen, die den Studienalltag einfacher und übersichtlicher gestalten:
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Das regt den Appetit an. 29 internationale Rezepte verrät das auf Deutsch und Englisch verfasste Kochbuch mit dem Titel „World Bites. Rezepte und Geschichten aus aller Welt“. Bei dem Projekt arbeiten die Realschule Pfarrkirchen und der European Campus Rottal-Inn der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) Hand in Hand. Um das fertige Druckerzeugnis vorzustellen, servierten Neuntklässler bei einem Promi-Testessen ein dreigängiges Menü.
Zur Mittagszeit duftete bereits vor der Schulküche das Hauptgericht, ein griechisches Zitronen-Hähnchen (Kotopoulo Lemonato). Hinter der verschlossenen Tür bereitete die Klasse 9e mit Rezepten aus dem Kochbuch ein weltumspannendes Menü zu. Zunächst gab es selbst gebackenes Vollkornbrot mit Hummus. Diesen Gruß aus der Küche richtete Schülerin Katharina Noneder aus Neukirchen zusammen mit den Studierenden Zahra Hadipour aus dem Iran und Suchana Chowdhury aus Indien an. „Den für den Aufstrich verwendeten Thermomix haben die Studentinnen noch nicht gekannt“, bemerkte die Realschülerin.
Testern munden internationale Gerichte
Beim Menü folgte das ägyptische Nationalgericht namens Koshari mit Reis, Linsen und Nudeln. Darin verschmelzen zahlreiche Gewürze. Das griechische Hauptgericht rundete zum Nachtisch wahlweise Karottenkuchen (Bolo de Cenoura) oder Bananen-Streuselkuchen (Cuca de Banana) ab, beides süße Rezepte aus Brasilien.
Allen Testern mundete es sichtlich. Landrat Martin Koppmann lobte das zubereitete Menü mit den Worten: „Das ist wunderbare Restaurant-Qualität.“ Schulleiter Stefan Stumpf freute sich: „Wir arbeiten mit dem Eurpean Campus auf vielen Ebenen zusammen, gerne auch im Fachbereich Ernährung und Gesundheit.“ Bereits in der Schulpause gab es Fingerfood-Kuchen für alle.
European Campus und Realschule Hand in Hand
Zum zweisprachigen Kochbuch steuert der European Campus 20 Rezepte bei. Zahra Hadipour verrät etwa das Geheimnis einer persischen Nudel- und Kräutersuppe (Ash Reshteh). Oder Suchana Chowdhury erklärt, was einen bengalischen Eintopf (Murgi-r Jhol) schmackhaft macht. Die Realschule um Fachlehrerin Anna Wagner trägt neun hiesige Rezepte bei – vom Schweinebraten mit Brezenknödel bis zu Rupfhauben. Das Zubereiten lernen rund 100 Schüler aus vier Jahrgangsstufen im Zweig „Ernährung und Gesundheit“, darunter die Klasse 9e.
Den Einband des 64 Seiten umfassenden DIN-A4-Kochbuchs ziert eine Weltkarte. Darauf umreißen Gewürze die Kontinente. Die ausgewählten Lieblingsrezepte ergänzen appetitanregende Bilder sowie persönliche Episoden. So fühlt sich Dimitrios Athanasopoulus beim Duft des Zitronen-Hähnchens an einen Sonntag im Kreise seiner griechischen Familie erinnert.
Unterm Strich kann sich das internationale Kochbuch sehen und beim Nachkochen bzw. -backen riechen lassen. Zu erstehen ist es für sieben Euro im Sekretariat der Realschule. Die Einnahmen fließen an einen guten Zweck. Die Ideengeberinnen Silke Schuh, Ellen Meier von Seiten der Realschule sowie Marion Bachmeier-Staab (International Office am European Campus; übernahm Druckkosten) zeigten sich sicher: „Das Kochbuch ist ein Ausdruck für Begegnung, Austausch und gelebtes Miteinander.“
Wie die Gesundheitsversorgung – insbesondere im ländlichen Raum – für die Zukunft in Zeiten von Praxensterben und chronischen Volkskrankheiten aufgestellt werden soll, skizzierte Dr. Christine Aumer von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) in ihrem Vortrag „Community Health Nursing & Advanced Practice Nursing: Powerduo für die Gesundheitsversorgung" Anfang Mai beim Pflege- und Gesundheitskongress „because we care“ in Augsburg. Dabei machte sie die Notwendigkeit der Einführung von Community Health Nursing (CHN) und Advanced Practice Nursing (APN) in Deutschland sowie deren symbiotische Zusammenarbeit deutlich, um die zukünftigen demographischen und epidemiologischen Herausforderungen bewältigen zu können.
Im internationalen Umfeld, vor allem im skandinavischen und angelsächsischen Raum, sind Community Health Nurses bereits seit vielen Jahrzehnten als eigenständige Berufsgruppe fest in die Gesundheitsversorgung integriert. Sie ermöglichen außerhalb von Kliniken und Pflegeeinrichtungen eine effiziente medizinisch-pflegerische Versorgung, indem sie neben Koordination und Kommunikation auch direkte Versorgungsleistungen am Menschen übernehmen – etwa die Wundversorgung, Kontrolluntersuchungen oder die Beratung für bestimmte Krankheitsbilder. Advanced Practice Nurses (APN) dagegen sind als hochspezialisierte Pflegefachkräfte im klinischen Setting tätig und versorgen Patientinnen und Patienten stationär.
Pilotprojekt für neue medizinisch-pflegerische Versorgung nach internationalem Vorbild
Die Forschungsgruppe rund um Dr. Christine Aumer von der THD-Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften erarbeitete ein Modell, wie CHN in Deutschland eingesetzt werden können und welche Schnittstellen für eine eng verzahnte Zusammenarbeit mit bestehenden Versorgungsinstanzen zum Tragen kommen. Im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprojekts mit der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e.V. und einer örtlichen Hausarztpraxis sind nun in Lindenberg im Allgäu seit Mai 2025 zwei Community Health Nurses tätig. Ziel ist der Aufbau einer koordinierten, wohnortnahen und multiprofessionellen Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in der Region.
Die Zwischenergebnisse der noch laufenden Evaluationsstudie zeigen, dass die derzeitigen Hindernisse überwiegend in der gesetzlichen Verankerung angesiedelt sind. Weder besteht ein festes und einheitliches Rollenverständnis für das Berufsbild CHN noch ist die Haftungsfrage bei der Ausführung erweiterter Pflegetätigkeiten gänzlich geklärt. Außerdem brauche es dringend politische und gesetzliche Anerkennung, die eine Regelfinanzierung ermöglicht – ohne das Budget an anderen Stellen in der Pflege zu kürzen. Genauso brauche es aber auch die Innovationsbereitschaft der Praxis, appelliert Dr. Christine Aumer an die Besucherinnen und Besucher des Kongresses.
Erfahrungsaustausch, Diskussionen und Ideen
Bei dem Pflege- und Gesundheitskongress in Augsburg tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Versorgungsdisziplinen aus. In der Praxis Tätige, Auszubildende und Studierende, Lehrende und Forschende diskutierten unter anderem darüber, wie lange es noch dauere, bis CHN und APN in die Regelfinanzierung aufgenommen werden. Ebenso wurde thematisiert, wo CHN angesiedelt sein soll und wie sie tätig sein darf. Im Falle einer Angliederung an einen Pflegestützpunkt darf sie dort nach derzeit geltendem Recht nur sprechen und beraten. Damit sie aber in der Therapie aktiv beteiligt sein kann, braucht es aktuell noch Delegation und damit die Angliederung an ärztliche Praxen. Das entspricht nicht dem angestrebten Idealbild von eigenständiger und -verantwortlicher Pflegeversorgung durch CHN – wenngleich natürlich auch in Zukunft die enge Kooperation mit Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern sinnvoll ist.
Neben dem Forschungsprojekt „Community Health Nursing (CHN) in Lindenberg im Allgäu“ wurde bei dem Kongress auch das Engagement der THD für die Akademisierung und Internationalisierung in den Gesundheitsfachberufen sichtbar. So wurde etwa der Studiengang Nursing (B.Sc.) vorgestellt, der sich konkret an internationale Studieninteressierte richtet, die in Deutschland ein Pflegestudium absolvieren und in integrierten Kursen Deutsch lernen wollen, um anschließend in der Region beruflich Fuß zu fassen.
Um die internationale Zusammenarbeit weiter zu stärken, besuchten der chinesische Generalkonsul Qiu Xuejun und Bildungskonsul Liu Qingwen am Freitag, den 9. Mai, die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Hochschulpräsident Prof. Waldemar Berg und Prof. Dr. Michael Frey, Leiter des Masterstudiengangs Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), empfingen die Gäste am Campus zu einem intensiven Austausch über das gemeinsame Weiterbildungsangebot.
Eine Besonderheit des berufsbegleitenden Masters ist die enge Kooperation mit der TCM-Klinik Bad Kötzting, die mit dem Konzept des „Bedside Teaching“ eine gewinnbringende Praxisnähe ermöglicht. Daher nahmen auch Anton Staudinger und Christina Staudinger, Geschäftsführende der Klinik, sowie Chefärztin Prof. Yang an dem Termin teil. Sie gaben wertvolle Einblicke in die praktische Ausbildung der Masterstudierenden, die in klinischen Blockwochen die Anwendung der TCM direkt am Patientenbett erleben. Die Klinik wurde im Jahr 2010 zudem zum University Hospital at Beijing University of Chinese Medicine ernannt – und steht dadurch mit erfahrenen Experten der TCM in Verbindung.
Generalkonsul Qiu Xuejun lobte das ausgeklügelte Konzept des Studiengangs und betonte, dass die TCM ein Schatz der chinesischen Zivilisation und ein wertvoller Vorteil für die Entwicklung der Weltmedizin sei. Von der Unterstützung solcher Kooperationsprojekte erhoffe er sich nicht nur einen positiven Effekt für die Menschen der Region, sondern eine intensive Förderung der deutsch-chinesischen Beziehung. Prof. Berg bestätigte diesen Wunsch und legte insbesondere Wert darauf, dass die internationale Zusammenarbeit für alle Beteiligten gewinnbringend sei.