Weltkongress der Psychiatrie in Stockholm
Beim Kongress der World Psychiatric Association (WPA) vom 23. bis 26. September in Stockholm war Prof. Dr. Karsten Gensheimer von der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaften der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) gleich mit drei Themen vertreten. Daraus ergaben sich nicht nur Sichtbarkeit der Hochschule und viele neue Kontakte, sondern auch direkt Ansatzpunkte für möglicherweise neue Forschungsprojekte.
Gesundheitsforschung aus Deggendorf findet offensichtlich großes internationales Interesse. „Besonders eindrücklich war das beim Vortrag zur »Reduktion von Stigmatisierung psychischer Erkrankungen in der Pflegeausbildung«“, berichtet Gensheimer aus Schweden. „Noch während der Präsentation erhielt ich die erste Nachricht eines Kollegen aus Kanada mit Interesse an einem weiteren fachlichen Austausch beziehungsweise einer möglichen Zusammenarbeit.“ Im Anschluss hätten sich weitere Kontakte und Kooperationsanfragen aus Irland, den USA, Australien, Schweden, Chile und El Salvador ergeben.
Für THD-Professor Gensheimer ist das ein echter Erfolg für die THD. Einer, der das Renommee der Hochschule stärkt, den Blick nach Niederbayern lenkt. „Ein Projekt, das bei uns aus einem konkreten Ausbildungs- und Forschungskontext heraus entstanden ist, wird auf einem internationalen Weltkongress aufgegriffen und führt unmittelbar zu neuen wissenschaftlichen Netzwerken. Das ist total spannend“, analysiert Gensheimer. Auch die anderen beiden Themen, die er aus Deggendorf mit nach Stockholm gebracht hatte, seien auf großes Interesse gestoßen. Diese adressierten die Zusammenhänge zwischen Lebensstil bzw. Social-Media-Nutzung und mentaler Gesundheit. Themen, die auch in der deutschen Gesellschaft tagtäglich intensiv diskutiert werden – man denke nur an das Social-Media-Verbot für Jugendliche.
Seine aktuellen Erfahrungen fasst Gensheimer wie folgt zusammen: „Der Mehrwert für Hochschule und Region liegt nicht allein in einer Kongresspräsenz, sondern darin, dass Themen aus Forschung und Lehre der THD international sichtbar werden und unmittelbar neue Kooperationen anstoßen.“
Über die World Psychiatric Association (WPA)
Die World Psychiatric Association (WPA) zählt zu den bedeutenden internationalen Fachorganisationen im Bereich Psychiatrie und psychische Gesundheit. Sie fördert weltweit den wissenschaftlichen Austausch, die Weiterentwicklung evidenzbasierter Versorgung sowie Forschung, Aus- und Weiterbildung und internationale Kooperationen. Zu ihren zentralen Themen gehören unter anderem Public Mental Health, Prävention und Gesundheitsförderung, Suizidprävention, die Verbindung von psychischer und körperlicher Gesundheit sowie die Wahrung von Menschenrechten und ethischen Standards in der psychiatrischen Versorgung. Der jährlich stattfindende World Congress of Psychiatry gehört zu den zentralen internationalen wissenschaftlichen Foren der WPA.