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Presseartikel

Klimaanpassung und Dürremanagement als Schwerpunkte

THD-Professor beteiligt sich am IFAT-Fachforum

15.5.2026 | THD-Pressestelle

Vom 4. bis zum 7. Mai fand in München die IFAT 2026 statt. Die Fachmesse zählt zu den weltweit führenden Veranstaltungen für Umwelttechnologien. Dieses Jahr nahm Prof. Dr. Wolfgang Rieger als Experte der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) an einer Panel-Diskussion teil und übernahm zudem die Moderation eines Fachworkshops. Im Fokus der Veranstaltungen standen Strategien zur Anpassung an den Klimawandel sowie zum Umgang mit Dürren.

Von effizienter Wasserspeicherung und koordinierter Zusammenarbeit

In der 50-minütigen Panel-Session diskutierten Prof. Rieger und vier weitere Amtsträger und Experten aus dem Bereich Wasser- und Umweltschutz die Herausforderungen und Chancen, die das veränderte Klima mit sich bringt. Insbesondere das größer werdende Risiko von Dürren beschäftigte die Teilnehmer. „Unser eigentliches Problem ist ein Speicherproblem, nicht nur ein Niederschlagsproblem“, stellte Rieger in Bezug auf Wasserressourcen fest. Viele Dürren würden dementsprechend durch den Menschen selbst verschärft. Damit sich das in Zukunft ändert, reiche das bloße Verstehen von Trockenereignissen nicht aus. „Die entscheidende Herausforderung ist nicht Wissen, sondern Umsetzung – und dafür braucht es koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure, von staatlichen Behörden über Landwirtschaft und Industrie bis hin zu Wissenschaft und Bevölkerung“, betonte der Professor für Wasserbau und Wasserwirtschaft.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die Teilnehmenden des anschließenden Workshops. Dieser behandelte zwei Themenblöcke: operative Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und die Beschleunigung dieses Prozesses. Die Blöcke wurden jeweils mit kurzen Impulsvorträgen eröffnet, bevor die Teilnehmenden zu einer offenen Diskussion übergingen. Besonders herausgestellt wurde in beiden Runden die Notwendigkeit einer transparenten und engen Zusammenarbeit mit zuverlässigen Partnern – über alle Verwaltungsebenen hinweg und auf die lokalen Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet.

Über die Messe

Die Abkürzung IFAT leitet sich von dem Namen „Internationale Fachmesse für Abwassertechnik” ab. 1966 als solche erstmals durchgeführt, gilt die Messe heute als zentrale internationale Plattform für Umwelttechnologien. Sie bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie Politik zusammen, um innovative Ansätze für eine nachhaltige Wasser- und Ressourcenwirtschaft zu diskutieren. 2026 präsentierten daher rund 3.400 Ausstellende ihre Strategien und Innovationen in München.

Bild (THD): Mit Minister Anton Bredell, Jordi Molist Gazapo, Dr. Stanislav Shmelev, Prof. Dr. Wolfgang Rieger und Prof. Dr. Markus Disse (von links) nahmen fachkundige Amtsträger und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an dem von Melanie Schulte (vorne) moderierten Panel teil.