Herzlich willkommen an der Technischen Hochschule Deggendorf! Einer Hochschule mit grenzenlosen Möglichkeiten, an der Studierende und Mitarbeitende studieren, forschen, lehren und mutig Innovationen und Entwicklungen voran treiben. Entdecken Sie die THD - innovativ & lebendig.
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) schreitet rapide voran. Den Stand der Dinge umreißt Expertin Bernadette Busler bei der öffentlichen Erwachsenen-Uni am European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am Mittwoch, 25. März, ab 17 Uhr. Der Titel der kostenfreien Veranstaltung in Pfarrkirchen lautet: Wie menschlich wirkt KI und was bedeutet das für uns? Eine Anmeldung braucht es nicht.
KI ist weit mehr als ein Zukunftsszenario
Aus Sicht der aktuellen Forschung informiert die Dozentin über den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Darüber hinaus zeigt sie drohende Gefahren auf, bespricht die gegenwärtige Rechtslage sowie ethische Aspekte. Beantwortet werden folgende Fragen: Wie sicher ist KI? Kann KI intelligenter sein als der Mensch? Wann ist das Nutzen von KI-generiertem Material illegal? Bereits vorab stellt die Expertin klar: „KI sollte den Menschen immer nur unterstützen und kann ihn nie ersetzen.“
Bernadette Busler machte ihren Master in Wirtschaftspsychologie und arbeitet am European Campus Rottal-Inn. Dort hat sie einen Lehrauftrag und berät Lehrende wie Studierende zum Thema KI.
Wie IT-Sicherheit in der Praxis umgesetzt wird, konnten 17 Studierende des Bachelorstudiengangs Cybersecurity der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) am 10. März selbst erproben. Im Rahmen einer praxisbegleitenden Lehrveranstaltung erhielten sie von drei Penetrationstestern des Forschungs- und Innovationszentrums der BMW Group Einblicke in die präventive und reaktive Sicherung von Fahrzeugsystemen. Die Veranstaltung fand am THD-Campus Vilshofen statt, welcher auf Cybersicherheit spezialisiert ist.
Diagnoseprotokolle und Schnittstellenmanipulation
Der erste Workshop begann mit einer Einführung in die Fahrzeugdiagnose moderner Automobile. Im Mittelpunkt stand dabei das Protokoll UDS (Unified Diagnostic Services), über das Steuergeräte im Fahrzeug angesprochen werden können. Mithilfe solcher Diagnosebefehle lassen sich beispielsweise Fehlerspeicher auslesen, Systemfunktionen überprüfen oder einzelne Komponenten gezielt aktivieren. Gleichzeitig wurde thematisiert, dass diese Schnittstellen bei unzureichender Absicherung auch Angriffsflächen bieten können, etwa wenn Veränderungen an Softwareparametern vorgenommen werden.
Im anschließenden Praxisteil bauten die Studierenden eigenständig ein OBD-II-Ethernet-Kabel, das die Diagnoseschnittstelle eines Fahrzeugs mit einem Laptop verbindet. Die erstellte Verbindung wurde danach direkt an einem Versuchsfahrzeug eingesetzt. Dort führten die Teilnehmenden verschiedene, bei stehendem Fahrzeug freigegebene Diagnoseoperationen aus und konnten beispielsweise die Lichtfunktionen testen.
Kommunikationsprotokolle und CAN-Manipulation
Der zweite Workshop beschäftigte sich mit dem CAN-Bus als zentralem Kommunikationssystem innerhalb moderner Fahrzeuge sowie mit Möglichkeiten, in diese Kommunikation einzugreifen.
Nach einer Einführung in die Struktur und Arbeitsweise von Fahrzeugnetzwerken erhielten die Studierenden die Aufgabe, eigenständig einen unautorisierten Zugriff auf ein Steuergerät zu realisieren. Dazu nutzten sie eine externe Hardwareplattform: ein Mikrocontroller-Entwicklungsboard mit zusätzlicher Erweiterungsplatine für den Zugriff auf den CAN-Bus. Mit dieser Ausstattung konnten sie speziell ausgewählte, unkritische Nachrichten an einem Testaufbau, an dem CAN-Busse frei zugänglich sind, verändern und auf diese Weise die Steuerung einzelner Funktionen – etwa der Lautstärkeregelung – übernehmen. Im Fahrzeug selbst sind Nachrichten mit hohem Risiko zusätzlich durch Kryptografie vor Manipulation geschützt.
Praxis im Studium verankert
Praktikumsverantwortlicher des Studiengangs und Campusleitung Prof. Dr. Michael Heigl betont die Relevanz der praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen: „Das richtige Zusammenspiel von Theorie und Praxis in der Lehre ist essenziell, um Studierende frühzeitig auf reale technische Fragestellungen und Anwendungen vorzubereiten.“
Ein Pudding, der mit einer Gabel gegessen wird, ein augenzwinkernder neuer Hochschul-Slogan und ein Rap-Video, das IT-Security zum „Cyber Gangstas Paradise“ macht – so sieht innovative Hochschulkommunikation in den sozialen Medien aus. Beim diesjährigen Social-Media-Innovationspreis, der im Rahmen des Hochschulbarcamps des Bundesverbands Hochschulkommunikation (BV_HKOM) im Unperfekthaus Essen zum sechsten Mal vergeben wurde, standen genau solche kreativen und mutigen Ideen im Rampenlicht.
Den ersten Platz belegte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) mit dem Instagram-Reel „Pudding mit Gabel“, das auf humorvolle und zugleich punktgenaue Weise Hochschulalltag und Zielgruppenverständnis verbindet. Die THD folgte einem Trend und bat Präsident Prof. Waldemar Berg, an unterschiedlichen Orten auf dem Campus Pudding mit der Gabel zu essen. Dafür gibt es 1.500 Euro Preisgeld.
„Wir sind unheimlich stolz, dass wir diesen Preis für unsere Hochschule gewinnen konnten“, erzählt THD-Marketingleiterin Martina Heim sichtlich begeistert. Insta, TikTok und Co. seien ein Generationenthema. „Unsere Zielgruppe sind sehr junge Menschen, die gerade beginnen, sich für das Studieren und für Hochschule zu interessieren. Deren Kanäle müssen wir benutzen, deren Gefallen müssen wir treffen, um der THD Sichtbarkeit zu geben“, so Heim und die Marketingchefin ergänzt: „Wir haben an der THD wirklich sehr professionelle Social Media Expertinnen, die genau wissen, was sie tun. Und sie tun es überaus erfolgreich. Der Preis ist eine großartige Bestätigung der Arbeit von Theresa Köck und Diana Karl und ihrem Team.“
Melanie Bartos von der Universität Innsbruck, neue Sprecherin der IQ_Social Media im BV_HKOM, unterstreicht die Bedeutung der eingereichten Beiträge: „Mich haben die über 150 Einreichungen aus Hochschulen im gesamten deutschsprachigen Raum beeindruckt, weil sie zeigen, mit wie viel Offenheit, Kreativität und Professionalität Social Media-Redakteure neue Entwicklungen aufgreifen und in ihre Hochschulkontexte übersetzen. Gleichzeitig wird darin spürbar, wie anspruchsvoll ihre Arbeit in einer sich rasant wandelnden Social Media-Landschaft mit undurchsichtigen Algorithmen und immer schnelleren Trendzyklen ist.“
Der Initiator des Preises und Vorstandsmitglieds im BV_HKOM, Philip Dunkhase, betont die gesellschaftliche Dimension der Auszeichnung: „Der Social-Media-Innovationspreis 2026 macht sichtbar, wie verantwortungsvoll Social Media-Redakteurinnen an Hochschulen ihre Rolle ausfüllen. Sie vermitteln wissenschaftliche Fakten, erzielen Sichtbarkeit im Social Web, treten Hate Speech und Fehlinformationen entgegen und schaffen Räume für Dialog – oft mit begrenzten Ressourcen, aber mit umso größerem Engagement.“
Die offizielle Überreichung des Social Media-Pokals und des symbolischen XXL-Schecks an die drei ausgezeichneten Hochschulen findet im Rahmen der Jahrestagung des Bundesverbands Hochschulkommunikation vom 16. bis 18. September in Innsbruck statt. Die Preisgelder werden in diesem Jahr von mandarin edu gesponsert, die den Wettbewerb als Partner erneut fördern.
Der Wettbewerb zeichnet herausragende Social Media-Postings von Hochschulen, Universitäten und hochschulnahen Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Entscheidend ist dabei nicht, wer die meisten Klicks generiert, sondern wer mit Kreativität, Einzigartigkeit, inhaltlicher Qualität, Authentizität und handwerklichem Können überzeugt. Dass dieser Ansatz nicht nur auf große Resonanz stößt, sondern auch an Bedeutung zunimmt, zeigt die Rekordzahl von 153 Einreichungen. Alle Beiträge wurden anhand einer strukturierten Bewertungsmatrix von einer Jury aus Hochschulkommunikation, Forschung, Technologie und Agenturpraxis beurteilt, die zehn bestbewerteten Postings nominiert und schließlich Ende Februar 2026 beim Hochschulbarcamp vor Publikum präsentiert. Im Anschluss entschieden die Teilnehmenden per Online-Voting über die drei Preisträger.
Die weiteren Preisträger
Auf den zweiten Platz mit 1.000 Euro Preisgeld wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hochschulbarcamps die SRH University mit „Neuer Slogan für SRH“, einem Reel, das spielerisch und nahbar an der Markenidentität der Hochschule arbeitet: Alina Erb fragt Kolleginnen und Kollegen nach neuen Slogans – und überzeugte damit im Voting.
Den dritten Platz und somit 500 Euro Preisgeld sicherte sich die Technische Hochschule Augsburg mit „Cyber Gangstas Paradise“, einem YouTube-Video, das IT-Sicherheit kreativ, selbstironisch und zugleich fachlich fundiert in Szene setzt. Diese drei Beiträge stehen exemplarisch für die Bandbreite an Ideen, mit denen Hochschulen heute in sozialen Medien Aufmerksamkeit erzeugen und gleichzeitig Inhalte vermitteln.