Herzlich willkommen an der Technischen Hochschule Deggendorf! Einer Hochschule mit grenzenlosen Möglichkeiten, an der Studierende und Mitarbeitende studieren, forschen, lehren und mutig Innovationen und Entwicklungen voran treiben. Entdecken Sie die THD - innovativ & lebendig.
Rund 20 Studierende des Masterstudiengangs „Global Public Health“ am European Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) haben bei einer Exkursion zur Molkerei Frischli in Eggenfelden sowie in den Milchviehbetrieb Gschöderer nahe Simbach Informationen aus erster Hand erhalten.
In der Molkerei erklärte die Qualitätsmanagement-Beauftragte, Elke Zauner, der Besuchergruppe die Produktionsabläufe. Dazu zählen hohe Standards bei der Hygiene inklusive der ständigen Überprüfung der Lebensmittelsicherheit, kurz HACCP genannt.
Ganz im Zeichen von Landwirtschaft, Melkhygiene, Tierhaltung und -gesundheit stand der Besuch im Familienbetrieb Gschöderer. „Von Frühjahr bis Herbst halten wir unsere Kühe auf einer Kurzrasenweide, nur zum Melken kommt die Herde in den Stall“, erklärte Konrad Gschöderer. Im Winter bewegen sich dem Landwirt zufolge die Tiere im Laufstall mit großzügigem Außenbereich.
Fasziniert zeigten sich die Studierenden von der Kombination aus gelebter Tradition und modernster Technik. So haben alle Tiere noch einen Namen inklusive dem Zuchtbullen Helgo. Zugleich sammelt ein im Pansen eigesetzter Bolus-Sensor wichtige Daten zur Gesundheit sowie zur Brunstkontrolle.
Auf einem Maisacker erklärte Gschöderer einen Analysekoffer: Mittels Spatenprobe überprüfte der Landwirt die physikalische Qualität des Mutterbodens. In diesem Rahmen weist die Anzahl der Regenwürmer auf dessen organische Qualität hin. Die durchgeführte Versickerungsprobe verdeutlichte, inwieweit der Boden das eindringende Wasser in tiefere Schichten durchlässt. Die Teilnehmer erfuhren: Mangelnde Durchlässigkeit erhöht die Gefahr von Erosion und Hochwasser.
Unter dem Stichwort „One Health“ fasste Prof. Dr. Sabine Dittrich zu guter Letzt „eine gesunde Umwelt, gesunde Tiere und gesunde Menschen“ zusammen. Eine globale Kooperation sei zum Wohle aller. Bei der Exkurs-Organisation wirkte auch Gastdozentin Dr. Christiane Benesch aus Stubenberg mit.
Studierende der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) und der Westböhmischen Universität Pilsen (WBU) haben im EU‑Projekt Interreg BYCZ04-165, Innovatives Bildungsfach „Energiebaum“, Konzepte für nachhaltige Energieerzeugung und Energiespeicherung in abgelegenen ländlichen Regionen entwickelt. Das gemeinsame Vorhaben wurde im Sommersemester 2026 im Rahmen des Förderprogramms Interreg Bayern–Tschechien durchgeführt. Zum Abschluss präsentierten die Studierenden Anfang Mai an der WBU ihre Ergebnisse.
Betreut von den Projektleitern Dipl.-Ing. Vilem Dostal von der Technischen Hochschule Deggendorf, Christian Mader vom Campus Plattling der THD und Mrg.-Ing. Josef Dvořák von der Westböhmischen Universität in Pilsen arbeiteten zwei internationale Projektteams jeweils an einem eigenen technischen Schwerpunkt. Das erste Team entwickelte ein Konzept für ein umweltschonendes Wasserkraftwerk, in dem die besonders robuste und zuverlässige Banki-Turbine zum Einsatz kommt. Als mögliche Standorte wurden die Flüsse Vydra in Tschechien sowie der Weiße Regen in Deutschland untersucht. Die zweite Gruppe konzentrierte sich auf die Wärmeerzeugung und Wärmespeicherung. Die Teilnehmenden entwickelten ein intelligentes, auf Künstlicher Intelligenz basierendes Heizsystem, das den Wärmebedarf analysiert und steuert. Die im Prototyp vorgesehene Wärmespeicherung durch Latentwärmespeicher ermöglicht zudem eine effiziente Speicherung und Freisetzung von Wärmeenergie und reduziert Energieverluste.
Zentraler Bestandteil des EU-Projektes waren die Workshops in Deggendorf und Pilsen. Sie ermöglichten persönlichen Austausch und Zusammenarbeit sowie die abschließende Präsentation der Prototypen vor Publikum. Dostal, Mader und Dvořák lobten die hohe Qualität der Ergebnisse und den starken Teamgeist ihrer Studierenden. Darüber hinaus fanden im Rahmen der Workshops Exkursionen zu Unternehmen aus der Energiebranche, kulturelle Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten statt, die den interkulturellen Austausch vertieften.


Gemeinsam Ideen entwickeln, voneinander lernen und die Zukunft außerschulischer MINT-Bildung gestalten: Dafür kamen die Vertretenden der bayerischen MINT-Regionen am 19. und 20. Mai zu einem Netzwerktreffen zusammen. Organisiert von der Landeskoordinierungsstelle „MINTraum bayern“ fand die zweitägige Veranstaltung diesmal an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) statt, die das MINT-Regionen-Management der Region Niederbayern innehat.
MINT-Netzwerk soll bayerische Regionen fördern
Prof. Dr. Veronika Fetzer, Vizepräsidentin der THD, begrüßte die Teilnehmenden und setzte mit ihrem Vortrag zum Thema „Perfect Pitch“ wertvolle Impulse für überzeugende Kommunikation und erfolgreiche Netzwerkarbeit. Der Begrüßung folgte ein wichtiger Programmpunkt des Treffens: die gemeinsame Vorbereitung des ersten bayerischen MINT-Gipfels im November. Im Rahmen von Workshops und Gesprächen arbeiteten die Teilnehmenden an inhaltlichen Schwerpunkten und gemeinsamen Zielsetzungen für die Veranstaltung. „Keiner löst das Problem allein“, betonte Fetzer. „Erwartungen an uns wachsen, Anforderungen werden höher. Es ist also gesellschaftliche Aufgabe, die MINT-Förderung langfristig stärker zu verankern – eben auch strukturell. Netzwerke rund um den MINT-Gipfel gehen genau in die Richtung, die wir brauchen.“
Darüber hinaus setzte die MINT-Region Niederbayern mit dem interaktiven Format „MINT meets Achtsamkeit“ einen besonderen Akzent. An verschiedenen Workshop-Stationen konnten die Teilnehmenden neue Perspektiven auf kreatives und achtsames Arbeiten im MINT-Bereich kennenlernen. Bei „Best Practice mal anders“ diskutierten die Vertretenden der MINT-Regionen im direkten Austausch erfolgreiche Ansätze aus der Praxis und entwickelten gemeinsam Ideen rund um die Frage, wie gutes MINT-Management und erfolgreiche Netzwerkarbeit gelingen können.
„Ich freue mich sehr, dass wir diesmal unser lebendiges Netzwerk zu uns in die MINT-Region Niederbayern einladen durften“, resümierte Eva Streicher, MINT-Referatsleitung der THD. „Wir genießen den offenen und konstruktiven Austausch immer sehr und hatten Gelegenheit, unsere Region mit ihren starken MINT-Beteiligten anschaulich zu präsentieren.“
Das Netzwerk der bayerischen MINT-Regionen wächst
In Bayern kümmern sich aktuell insgesamt 26 MINT-Regionen und -Cluster um die regionalen außerschulischen Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Die aktiven Regionen decken rund zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Freistaat ab. Der jüngste Neuzugang ist die MINT-Region Bamberg, deren offizielle Gründungsveranstaltung Anfang Mai stattfand. „Durch die enge Vernetzung von Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft stärken unsere MINT-Regionen nicht nur die außerschulische MINT-Bildung, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Bayerns“, betont Susanne Knotzer, Referentin der Landeskoordinierungsstelle. „Dort, wo Menschen gemeinsam an innovativen Bildungsangeboten arbeiten, entstehen die Fachkräfte, Kompetenzen und Impulse, die unsere Gesellschaft morgen braucht.“